Liebesgedichte, SMS Sprüche & Zitate

Liebesgedichte für dein Schatz
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Früher, da ich unerfahren Früher, da ich unerfahren Und bescheidner war als heu…

Januar 27th, 2012 Posted in Allgemein

Früher, da ich unerfahren

Früher, da ich unerfahren
Und bescheidner war als heute,
Hatten meine höchste Achtung
Andre Leute.

Später traf ich auf der Weide
Außer mir noch mehr Kälber,
Und nun schätz ich, sozusagen,
Erst mich selber.

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Gedichte & Werke von Wilhelm Busch 1832 – 1908 Seite 2
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An den Mond Füllest wieder Busch und Tal Still mit Nebelglanz, Lösest endlich a…

Januar 27th, 2012 Posted in Allgemein

An den Mond

Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;
Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie des Freundes Auge mild
Über mein Geschick.

Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh- und trüber Zeit,
Wandle zwischen Freud’ und Schmerz
In der Einsamkeit.

Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd’ ich froh;
So verrauschte Scherz und Kuß
Und die Treue so.

Ich besaß es doch einmal,
was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!

Rausche, Fluß, das Tal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüstre meinem Sang
Melodien zu!

Wenn du in der Winternacht
Wütend überschwillst
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.

Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt,

Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.

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Gedichte & Werke von Johann Wolfgang von Goethe 1749- 1832 Seite 8
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Die Wissenschaft So beschließen beide denn nach so manchem Doch und Wenn, sich…

Januar 27th, 2012 Posted in Allgemein

Die Wissenschaft

So beschließen beide denn
nach so manchem Doch und Wenn,

sich mit ihren Theorien
vor die Wissenschaft zu knien.

Doch die Wissenschaft, man weiß es,
achtet nicht des Laienfleißes.

Hier auch schürzt sie nur den Mund,
murmelt von “Phantasmen” und

beugt sich wieder dann auf ihre
wichtigen Spezialpapiere.

“Komm”, spricht Palmström, “Kamerad, -
alles Feinste bleibt – privat!”

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Gedichte & Werke von Christian Morgenstern 1871 – 1914 Seite 5
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Kindheit Es wäre gut viel nachzudenken, um von so Verlornem etwas auszusagen,…

Januar 27th, 2012 Posted in Allgemein

Kindheit

Es wäre gut viel nachzudenken, um
von so Verlornem etwas auszusagen,
von jenen langen Kindheit-Nachmittagen,
die so nie wiederkamen – und warum?

Noch mahnt es uns -: vielleicht in einem Regnen,
aber wir wissen nicht mehr was das soll;
nie wieder war das Leben von Begegnen,
von Wiedersehn und Weitergehn so voll

wie damals, da uns nichts geschah als nur
was einem Ding geschieht und einem Tiere:
da lebten wir, wie Menschliches, das Ihre
und wurden bis zum Rande voll Figur.

Und wurden so vereinsamt wie ein Hirt
und so mit großen Fernen überladen
und wie von weit berufen und berührt
und langsam wie ein ferner langer neuer Faden
in jene Bilder-Folgen eingeführt,
in welchen nun zu dauern uns verwirrt.

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Gedichte & Werke von Rainer Maria Rilke 1875 – 1926 Seite 5
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An den Mond nach meiner Manier Füllest wieder Busch und Tal Still mit Nebelglan…

Januar 27th, 2012 Posted in Allgemein

An den Mond nach meiner Manier

Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz.

Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Da des Freundes Auge mild
Nie mehr kehrt zurück.

Lösch das Bild aus meinem Herz
Vom geschiednen Freund,
Dem unausgesprochner Schmerz
Stille Träne weint.

Mischet euch in diesen Fluß!
Nimmer werd’ ich froh.
So verrauschte Scherz und Kuß
Und die Treue so.

Jeden Nachklang in der Brust
Froh- und trüber Zeit,
Wandle ich nun unbewußt
In der Einsamkeit.

Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Seine Seele rein erhält,
Ahndungsvoll genießt,

Was, den Menschen unbekannt
Oder wohl veracht,
In dem himmlischen Gewand
Glänzet bei der Nacht.

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Gedichte & Werke von Charlotte von Stein 1742 – 1827
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Juli Klingt im Wind ein Wiegenlied, Sonne warm herniedersieht, Seine Ähren senk…

Januar 27th, 2012 Posted in Allgemein

Juli

Klingt im Wind ein Wiegenlied,
Sonne warm herniedersieht,
Seine Ähren senkt das Korn,
Rote Beere schwillt am Dorn,
Schwer von Segen ist die Flur -
Junge Frau, was sinnst du nur?

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Gedichte, Zitate & Werke von Theodor Storm, eigentlich Hans Thedor Woldsen Storm 1817 – 1888 Seite 2
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Die Erwachsene Das alles stand auf ihr und war die Welt und stand auf ihr mit a…

Januar 27th, 2012 Posted in Allgemein

Die Erwachsene

Das alles stand auf ihr und war die Welt
und stand auf ihr mit allem, Angst und Gnade,
wie Bäume stehen, wachsend und gerade,
ganz Bild und bildlos wie die Bundeslade
und feierlich, wie auf ein Volk gestellt.

Und sie ertrug es; trug bis obenhin
das Fliegende, Entfliehende, Entfernte,
das Ungeheuere, noch Unerlernte
gelassen wie die Wasserträgerin
den vollen Krug. Bis mitten unterm Spiel,
verwandelnd und auf andres vorbereitend,
der erste weiße Schleier, leise gleitend,
über das aufgetane Antlitz fiel

fast undurchsichtig und sich nie mehr hebend
und irgendwie auf alle Fragen ihr
nur eine Antwort vage wiedergebend:
In dir, du Kindgewesene, in dir.

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Gedichte & Werke von Rainer Maria Rilke 1875 – 1926 Seite 5
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